Auf dem ehemaligen Babcock-Gelände ist schweres Gerät im Einsatz

Pressemitteilung: Einstürzende Mauern und ein neuer Flusslauf – Startschuss für den Schilde-Park

In rund drei Jahren soll aus der ehemaligen Fabrik auf dem Babcock-Gelände der Schilde-Park mit Veranstaltungshalle, Wissens- und Erlebniswelt und einer Bildungsstätte werden.

Eine Ahnung von dem, was in der nächsten Zeit auf dem Gelände entsteht, lässt sich derzeit besonders gut an der Geis gewinnen: Im westlichen Teil des Areals wurde auf einer Länge von insgesamt 130 Metern dem bisher begradigten Bach ein mäandernder Verlauf mit kleinen Inseln gegeben. Zwar ist das Gelände noch kahl, die naturnahe Form aber, die die ortsansässige Baufirma Räuber angelegt hat, ist bereits gut ablesbar. Insgesamt wurden innerhalb von rund zwei Wochen mehr als 2.500 Kubikmeter Boden ausgehoben. Ziel ist es, die Hochwassergefahr für die Innenstadt zu verringern und der Geis ein Stück naturnahen Lauf zurück zu geben. Für die Entwicklung der Lebenswelt entlang des Gewässers ist das durch das Land Hessen mit rund 150.000 Euro geförderte Projekt von großem Wert.

Nur wenige Meter weiter sind mehrere Bagger der Hünfelder Firma Bock geräuschvoll damit beschäftigt, das ehemalige Bürogebäude von Grenzebach BSH GmbH zurückzubauen, um Platz für den zukünftigen Stadtpark zu schaffen. Mit dem fast 28 Meter langen Greifarm des 60 Tonnen wiegenden Baggers werden mächtige Abschnitte aus dem Mauerwerk gerissen, die Staubwolken werden durch permanente Beregnung mit Wasser erfolgreich im Zaum gehalten. Die Bauüberwacherin des Messeler Büros Prokon, Gabriele Lindner, kümmert sich derweil darum, dass Passanten und Journalisten ihre Neugier nicht mit zuviel Wagemut koppeln. Einzig ein Kamerateam der Universität Kassel darf das Gelände betreten: Die beiden Studenten und ihre Professorin Jana Drouz werden das Bad Hersfelder Projekt über den gesamten Zeitraum hinweg filmisch begleiten und damit den Übergang von einer Jahrzehnte alten Industriekultur zu einem Erlebnispark dokumentieren.

Für die genannten Maßnahmen ist die Stadtentwicklungsgesellschaft Bad Hersfeld mbH (SEG) der Projektträger, die Wohnstadt Kassel unterstützt dabei hinsichtlich der Akquisition von Fördermitteln von Bund und Land und führt das Projektcontrolling durch. Die Projektkoordination liegt beim Fachbereich Technische Dienste.

Ohne die sehr gute Zusammenarbeit mit der Firma Grenzebach BSH GmbH, die ab dem 18.12.2009 vollständig das Werk in der Innenstadt geräumt haben wird, wären die ehrgeizigen Pläne im Werksbereich zwischen der August-Gottlieb-Straße, der Geis, der Wehneberger Straße und der Benno-Schilde-Straße nicht umsetzbar gewesen. Der Auszug lief planmäßig und mit großem Einsatz, Schwierigkeiten bei dem komplizierten Projektfahrplan wurden unbürokratisch und auf dem „kurzen Dienstweg“ geregelt.

Die beiden Projekte werden durch einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt: An der August-Gottlieb-Straße wurde im Rahmen des Konjunkturförderprogrammes ein Parkplatz für den TVH angelegt. Für Besucher des Vereins ist der Parkplatz ab Januar 2010 voll nutzbar.

An den derzeitig laufenden Arbeiten sind neben den im Text genannten Unternehmen auch die folgenden Firmen beteiligt:
- Helmut Lauterbach GmbH, Hauneck
- WAGU GmbH, Kassel
- Elektro Hess, Bad Hersfeld
- Stadtwerke Bad Hersfeld

   

   

   



Diesen Artikel drucken | Fenster schließen