Winterdienst in Bad Hersfeld

Pressemitteilung

Die 3 Streusalzsilos, die insgesamt 250 Kubikmeter Streusalz – das entspricht einem Gewicht von rund 300 Tonnen – fassen, sind trotz des umfangreichen Einsatzes der letzten Tage noch überwiegend gefüllt. Das Gleiche gilt für die magnesiumchloridhal-tige Salzlösung, die bei den vier Winterdienst-Lkw beigemischt wird. Die Salzlösung beschleunigt den Auftauprozess und verhindert, dass das Streusalz durch Fahrzeuge aufgewirbelt wird.


Bild 1: Lagerbehälter für magnesium-          Bild 2: Befüllung Winterdienst-Lkw
chloridhaltige Lösung                                 aus 150-m³ Streusalzsilo

Durch langfristige Streusalz-Vorbestellungen und ausreichende Lagerkapazitäten hat der Fachbereich Technische Dienste umfangreiche Vorsorge getroffen, um den Win-terdienst wie gewohnt zu leisten.

Aufgrund der extremen Winterverhältnisse bestehen aber derzeit akute Engpässe bei der Streusalzzulieferung. Aus der Tagespresse (Hersfelder Zeitung vom 07.01.2009) waren hierzu schon entsprechende Informationen zu entnehmen. Der langjährige Vertragspartner der Kreisstadt, das Unternehmen Deutscher StraßenDienst GmbH/ESCO, Hannover, hat Mitte dieser Woche mitgeteilt, dass wegen der bundes-landübergreifenden winterlichen Straßenverhältnisse trotz Vorbestellung eine Auslie-ferung voraussichtlich für einen Zeitraum von mehreren Tagen nicht mehr erfolgen kann. Eindeutig bevorzugt werden Autobahn- und Straßenmeistereien, die die Bun-desfernstraßen (Bundesautobahnen und Bundesstraßen) bzw. die Landes- und Kreisstraßen in ihrem Winterdienstprogramm abdecken. Auch bei der Straßenmeiste-rei Bad Hersfeld zeichnen sich massive Engpässe bei der Salzbelieferung ab.

Die Kreisstadt leistet Winterdienst im Rahmen der vorhandenen technischen, logisti-schen und personellen Möglichkeiten. Aufgrund des Übergangs der Straßenbaulast von Kreis- und Landesstraßen innerhalb der Ortsdurchfahrten auf die Kreisstadt sind zum Winterdienst 2009/2010 große Straßenflächen hinzu gekommen, die mit abge-deckt werden müssen. Es handelt sich hierbei zum Beispiel um die Kreisstraße K 2 in den Stadtteilen Sorga und Kathus, die Kreisstraße K 21 im Stadtteil Petersberg, die Kreisstraßen K 28 und K 40 in den Stadtteilen Kohlhausen und Heenes. Die Landes-straße L 3159 (Meisebacher Straße, Simon-Haune-Straße bis Hainstraße sowie komplette Friedloser Straße) fällt ebenfalls in die Winterdienstpflicht der Kreisstadt. Bei der Kreisstraße K 17 (Wippershainer Straße) und bei der Landesstraße L 3159 (Meisebacher Straße) kommt es zu einer partnerschaftlichen Kooperation mit der Straßenmeisterei Bad Hersfeld.

Die vier Winterdienst-Lkw der Kreisstadt decken insgesamt vier Routen ab, bei de-nen überwiegend geräumt und gleichzeitig mit befeuchtetem Salz gestreut wird.

Aus den vier Winterdienstrouten wurden 2 Sonderrouten zusammengestellt, die je-weils eine Tourenlänge von rund 60 Kilometern haben. Die Fahrer benötigen für das Abfahren der Routen jeweils 6,5 bis 9 Stunden – je nachdem wie sich die Straßen-verhältnisse darstellen. In diese beiden Routen sind beispielsweise die Buslinien, die Krankenhäuser, die Hauptverkehrswege sowie besonders problematische Steilstre-cken (u.a. Alter Kirchweg, Kiefernallee) eingebunden. Die Fahrer des städtischen Fuhrparks leisten Tags und Nachts eine ausgesprochen schwere Arbeit, bei der volle Konzentration und hohe Ausdauer unverzichtbar sind. Die Werkstatt des Fuhrparks ist ständig im Einsatz, um die stark beanspruchten Winterdienst-Fahrzeuge in voller Einsatzbereitschaft zu halten.

Unabhängig von den vier Winterdienst-Lkw und vielen Handkolonnen mit 10 – 12 Leuten werden 3 – 4 Schlepper für den Winterdienst im Bereich von Gehwegen und Fahrgassen eingesetzt. Auch sie haben teilweise Routenlängen von jeweils deutlich über 35 Kilometern und sind bis zu 6 Stunden pro Tour im Einsatz. Außerdem wird ein Multicar in den Winterdienstbetrieb eingebunden, der enge Straßenbereiche an-fahren kann und die beiden Hauptfriedhöfe, die Anlagen, den Stiftsbereich sowie den Parkplatz beim Großlogistiker Amazon in der Oberen Kühnbach abarbeitet.

Aufgrund der regionalübergreifenden Streusalzknappheit mit kurzfristigem Liefer-stopp ist die Kreisstadt in den nächsten Tagen gezwungen, eindeutige Schwerpunkte beim Streumitteleinsatz zu setzen. Die beiden Sonderrouten müssen weiter abgear-beitet werden. Aus den übrigen 4 Routen wurden kritische Steilstrecken zusammen-gestellt, die gezielt angefahren werden sollen.

Die Bürger werden um eine angepasste Fahrweise gebeten und gleichzeitig um Ver-ständnis, wenn die vorgesehenen Routen in der erprobten Reihenfolge abgearbeitet werden müssen. Die vielen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die schwere Winterdienstarbeit leisten müssen, sind für eine freundliche Rücksichtnahme dankbar.


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