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2017  



<< Veranstaltungsflyer 2017 >>


Literatur-Aktion sucht Lese-Paten

Informationstreffen am 30. Mai

Bad Hersfeld liest ein Buch 2017: Veranstaltungs-Ideen ausdrücklich erwünscht. Für die alljährlich stattfindende Literatur-Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“ sucht die Kreisstadt auch in diesem Jahr „Lese-Paten“.


Am Dienstag, 30. Mai 2017, findet um 17.30 Uhr im 2. Obergeschoss der Konrad-Duden-Stadtbibliothek ein Informationstreffen für alle Interessierten statt.


Ausgewählt für die Aktion wurde in diesem Jahr - die "Bibel". Das Erscheinen der revidierten Lutherbibel 2017 ist einer der großen Höhepunkte des Jubiläums 500 Jahre Reformation. Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung ist ein Klassiker und Kulturgut unserer Zeit!


Da die Bibel eigentlich eine ganze Bibliothek enthält, sollte man sich zunächst auch einmal vor sie stellen wie vor eine wirkliche Bibliothek. Da gibt es Regale voller Bücher, dicke und dünne, geordnet nach bestimmten Gattungen: Romane, Gedichtbände, Geschichtsbücher, philosophische Abhandlungen und einiges mehr. Überlegen Sie einmal, nach welchen Kriterien Sie sich ein bestimmtes Buch ausleihen und lesen. Und dann übertragen Sie diese Kriterien auf die Bibliothek "Bibel" und wählen Sie nach Ihrem augenblicklichen Interesse.


Sie möchten zum ersten Mal "hineinschnuppern" und wichtige Teile aus der Bibel kennen lernen? Und wenn bei der Bibellese Fragen aufkommen - wie kommt man dann weiter? Fragen werden aufgeworfen und verlangen nach einer Antwort.


Gemeinsam mit anderen in der Bibel lesen. Manche lesen die Bibel am liebsten für sich allein – andere schätzen es, sich mit anderen über die Texte austauschen zu können. Im Gespräch können unterschiedliche Sichtweisen diskutiert und Verstehensprobleme gelöst werden. Hilfestellungen für alle Interessierten, werden von einigen Theologen angeboten.


Die Bibel lesen heißt: Entdecken. Es ist das Faszinierende an der Bibel, dass sie Texte aus fast jeder Lebenslage und -stimmung enthält.


Die Bibel ist das große Buch vom Glauben. In ihr berichten Menschen aus über zwei Jahrtausenden. Nicht in allem, was dabei zur Sprache kommt, können wir uns heute noch wiederfinden. Religiöse Praktiken wie das Opferwesen oder Dämonenaustreibungen sind uns fremd geworden, manche Vorstellung, z.B. das antike Weltbild, das hinter den Schöpfungsberichten am Anfang der Bibel steht, sind überholt. Es gilt also zu entdecken, wo die Botschaft der Bibel das Leben heute trifft.


Die Bibel lesen heißt: Nachdenken und neu denken. Die Bibel ist einerseits voller Geschichten und Worte aus Zeiten, die längst Geschichte sind. Manche Orte und Plätze, viele Lebensweisen und Bräuche, wie sie die Menschen damals hatten, sind längst Vergangenheit. Andererseits stehen in den alten Geschichten aber ganz aktuelle Wahrheiten.


Die Auswahl-Jury sieht in der "Bibel" zahlreiche Anknüpfungspunkte für viele interessante Veranstaltungen.


Beteiligen kann sich jeder, der bei den diesjährigen Veranstaltungen der Aktion mitwirken möchte. Privat- und Geschäftsleute sowie Vereine, Organisationen und Firmen. Die Stadtbibliothek und die Jury der Aktion unterstützen Sie bei der Ideenfindung und der Planung.


Ziel ist es, möglichst viele freiwillige „Lesepaten“ für die Aktion zu gewinnen. Nähere Einzelheiten werden bei dem Informationstreffen am 30. Mai bekannt gegeben.


Rückblick 2016

<< Veranstaltungsflyer 2016>>

 

Bad Hersfeld liest ein Buch: Jury entscheidet sich für „Terror“

Bad Hersfeld. Ferdinand von Schirachs Theaterstück „Terror“ steht im Mittelpunkt der Literaturaktion „Bad Hersfeld liest ein Buch 2016“. Der Magistrat der Stadt hat in seiner Sitzung am Montag die Empfehlung der Auswahl-Jury bestätigt.

Lesen Sie << Hier >>weiter.

Autor: Ferdinand von Schirach

Der SPIEGEL nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur« und die LIBÉRATION erklärte, seine »Meisterleistung ist, uns zu zeigen, dass – egal wie monströs dessen Taten zunächst scheinen mögen – ein Mensch doch immer ein Mensch ist.« Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen bisher in 40 Ländern. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet.

© Michael Mann 

 

 

 

 

 

Bibliographie

Ferdinand von Schirach veröffentlichte mit 45 Jahren sein erstes Buch.
2015: Terror. Theaterstück
2014: Die Würde ist antastbar. Essays
2013: Tabu. Roman
2012: Carl Tohrbergs Weihnachten. Stories
2011: Der Fall Collini. Roman
2010: Schuld. Stories
2009: Verbrechen. Stories
Daneben veröffentlicht Schirach im »Spiegel« Essays und schreibt Texte für ausländische Zeitungen, wie zum Beispiel für »El Pais« oder »Corriere della Sera«. In der Berliner Philharmonie hält er einmal im Jahr im Zusammenwirken mit den Philharmonikern einen Vortrag unter dem Titel »Plädoyer«.

Pressestimmen

»Terror«, Theaterstück.
»Es ist das Stück der Stunde, ein Erfolg, der schon nicht mehr aufzuhalten ist.« (Deutschlandradio Kultur, 2015)
»Für Ferdinand von Schirach ist der Rechtsstaat nicht diskutierbar. Er muss gelten, sonst macht sich der Mensch zum Gott.« (Alexander Kluge im SPIEGEL, 2015)
»Es ist ein Kampf  um Nuancen, aber auch ein Kampf  ums Leben.« (ZEIT, 2015)
»Es raubt einem den letzten Nerv. Das ist der Trick.« (SPIEGEL online, 2015)
»In der Frankfurter Version von Terror steht nun Ferdinand von Schirachs genialisch sachliche, fast karge Sprache im Mittelpunkt und vor allem: der Sachverhalt, die zwischen theoretischer Rechtsphilosophie und konkreter Debatte schwebende Frage.« (Die deutsche Bühne, 2015)

Inhalt

Ein Terrorist kapert eine Passagiermaschine und zwingt die Piloten, Kurs auf ein voll besetztes Fußballstadion zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug in letzter Minute ab, alle Passagiere sterben. Der Pilot muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten. Seine Richter sind die Theaterbesucher, sie müssen über Schuld oder Unschuld urteilen. Ferdinand von Schirachs »Terror« ist ein Theaterstück von bedrückender Aktualität. Es stellt die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Werden wir uns für die Freiheit oder für die Sicherheit entscheiden? Wollen wir, dass die Würde des Menschen trotz der Terroranschläge noch gilt? Der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Januar 2015 hat auf schrecklichste Weise gezeigt, wie hoch der Preis sein kann, den wir für unsere Freiheit zahlen müssen. Schirachs Rede auf Charlie Hebdo, die ebenfalls in diesem Band enthalten ist, ist ein Plädoyer für die Freiheit des Wortes, für unsere Zivilisation im Angesicht ihrer Feinde.

 

 

 


Rückblick 2015

<< Veranstaltungsflyer 2015 >>

Weil sich 2015 die deutsche Wiedervereinigung zum 25. Mal jährt, sollte sich das Buch für die Literatur-Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“ im weitesten Sinne mit der deutsch-deutschen Thematik beschäftigen. Nach Vorschlägen von vielen Leserinnen und Lesern hat die Auswahl-Jury dem Magistrat der Kreisstadt Bad Hersfeld für dieses Jahr eine Empfehlung ausgesprochen.

Der Magistrat stimmte zu und wählte den Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ von Thomas Brussig aus.

Der Roman spielt in Ostberlin der späten 1970er- bzw. zu Beginn der 1980er-Jahre. Schauplatz ist die Sonnenallee im Ortsteil Baumschulenweg, wo die Menschen in unmittelbarer Nähe der Berliner Mauer leben. Todesstreifen und Schießbefehl trennen hier diese Straße Berlins in einen längeren Westteil und kürzeren Ostteil, und damit die DDR von der Bundesrepublik. Heute verbindet diese Straße wieder beide Ortsteile Berlin-Neukölln und Baumschulenweg.

Seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze sind inzwischen 25 Jahre vergangen. Und da die Frage nach der Beschaffenheit des Alltags in der DDR bis heute wenig an Brisanz verloren hat, möchte die Jury mit der diesjährigen Aktion Fragen an die Geschichten stellen. Im Zentrum der Betrachtung sollen dabei das Verhältnis von staatlicher Herrschaft und persönlicher Freiheit sowie von Normen und Nischen stehen.

Die Auswahl-Jury sieht in diesem Roman zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Schulunterricht der mitwirkenden Schulen. Durch Jugend- und Umgangssprache wirkt der Roman authentisch, wohingegen der Berliner Dialekt den humoristischen Aspekt verstärkt. Der Vorschlag der Jury wird unterstützt durch die zwischenzeitliche Zusage des Autors, welcher für die Abschlussveranstaltung nach Bad Hersfeld kommt.

Der Auswahl-Jury für „Bad Hersfeld liest ein Buch“ gehören an: Dr. Thomas Handke, Vorsitzender des Stadtverordneten-Ausschusses für Kultur und Bildung, Stadtrat Günter Exner, Karl Schönholtz von der Hersfelder Zeitung und die Buchhändlerin Christel Zimmermann.

Zum Inhalt:

Am kürzeren Ende der Sonnenallee, gleich neben der Berliner Mauer, wohnt Micha Kuppisch. Wenn er aus der Haustür tritt, hört er die Rufe westlicher Schulklassen vom Aussichtspodest: "Guck mal, 'n echter Zoni!" Micha aber hat eine andere Sorge: Miriam. Sie ist das schönste Mädchen weit und breit, doch leider schon vergeben.

Pointenreich erzählt Thomas Brussig, wie im Schatten der Mauer auch die Sonne schien. Miriam, Micha und seine Freunde lieben und lachen, tricksen und träumen. Sie hören Jimi Hendrix, angeln Liebesbriefe aus dem Todesstreifen und erschaffen sich erfindungsreich ihre eigene Welt. Und erst später wird ihnen klar, dass sie unheimlich komisch waren.

Über den Autor:Thomas Brussig

Thomas Brussig verbrachte seine Kindheit im Ostteil Berlins. Nach zehnjährigem Schulbesuch absolvierte er eine Berufsausbildung mit Abitur zum Baufacharbeiter, die er 1984 abschloss. Danach folgte der Grundwehrdienst in der VP-Bereitschaftspolizei. Bis 1990 arbeitete er in verschiedenen Jobs. 1990 begann er ein Soziologie-Studium an der Freien Universität Berlin und wechselte dann 1993 an die Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, wo er im Jahr 2000 als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg seinen Abschluss machte.

Brussig debütierte als Romanautor 1991 mit Wasserfarben. Seinen Durchbruch hatte er 1995 mit dem Wenderoman Helden wie wir. In seinen Romanen verarbeitet Brussig auf unterschiedlichste Art und Weise satirisch das Geschehen im damaligen Osten.

Seine Bücher wurden bisher in 28 Sprachen übersetzt. Er erhielt einige Auszeichnungen und Preise, ist Mitglied verschiedener Jurys, er ist auch ein Gründungsmitglied der Lübecker „Gruppe 05“. Im Sommersemester 2012 war er der Inhaber der Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau.

Thomas Brussig war 2005 der Initiator der deutschen Fußballnationalmannschaft der Schriftsteller. Er lebt als freiberuflicher Schriftsteller und Drehbuchautor mit seiner Lebensgefährtin und Kindern in Berlin und Mecklenburg.

 

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