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SonderthemenFörderung von Mehrweggeschirr-Pfandsystemen
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Förderung von Mehrweggeschirr-Pfandsystemen durch die Kreisstadt Bad Hersfeld

Einwegbesteck und -geschirr aus Plastik, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff dürfen seit dem 3. Juli 2021 EU-weit nicht mehr produziert werden. Gleiches gilt für To-go-Getränkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Essenbehälter aus Styropor. Der Handel kann vorhandene Ware abverkaufen.

Verboten werden zudem Wegwerfteller, -becher oder -besteck aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen. Das Gleiche gilt für Einwegteller und -schalen aus Pappe, die nur zu einem geringen Teil aus Kunststoff bestehen oder mit Kunststoff überzogen sind. Mehr Informationen zum Verbot von Kunststoff-Artikeln gibt es hier auf den Seiten der Bundesregierung.

Neue Förderung der Stadt für Gastronomie und Einzelhandel für Mehrweg- statt Einwegverpackungen

Die Stadt Bad Hersfeld möchte Gastronomie und Einzelhandel beim Umstieg auf ein Mehrweg-Pfandsystem unterstützen und auch finanziell fördern.

Bei Interesse und individuellen Fragen sprechen Sie uns gerne an. Als Ansprechpartnerin für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen

Frau Lena Lochhaas (Fachbereich Stadtmarketing)
Tel. 06221 201-893
E-Mail lena.lochhaas@bad-hersfeld.de

gerne zur Verfügung.

Mehrwegbox, hier der Firma reCIRCLE


Förderkriterien

Bis zu 300 Euro (netto) pro Betriebsstätte kann es geben. Unterteilt ist der Betrag in die Unterstützung für die Anschaffung von Geschirr und die Übernahme der Systemgebühren für die ersten zwölf Monate. Das kann sich lohnen!

Die Bezuschussung ist u.a. an die Erfüllung von Förderkriterien geknüpft. Die Förderkriterien finden Sie hier als Pdf-Dokument zum herunterladen.


Antragsstellung

Der Ablauf des Antragsverfahrens sieht folgendermaßen aus:

  • Der Betrieb füllt das Antragsformular vor Abschluss eines Vertrags mit einem Mehrwegsystem-Anbieter aus und schickt ihn an die Stadt.
  • Der Betrieb kann nach der Antragstellung den Vertrag mit einem Systemanbieter abschließen. Es muss nicht auf eine Rückmeldung der Stadt gewartet werden.
  • Sie erhalten eine Förderung der Stadtverwaltung vorbehaltlich der Erfüllung der Förderkriterien und der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.
  • Sie erhalten die Auszahlung des Zuschusses für die "Anschaffungskosten" nach Vorlage der Rechnung über das gelieferte Mehrweggeschirr.
  • Der städtische Zuschuss für die "Systembeteiligungsgebühren" wird nach Vorlage der Rechnung des Systemanbieters nach den ersten sechs Monaten ausgezahlt.

Sie können das Antragsformular hier als PDF Dokument herunterladen, ausfüllen und uns auf postalischem Wege oder per Email zukommen lassen. Bitte adressieren Ihren Antrag an:

Magistrat der Kreisstadt Bad Hersfeld
Stadtmarketing/Klimaschutz
Am Markt 1
36251 Bad Hersfeld
Tel. 06221 201-893
lena.lochhaas@bad-hersfeld.de


Aktion „Hessentag-Becher“

Ergänzend oder alternativ zur finanziellen Förderung werden interessierten Betrieben die Hessentag-Becher zum Preis von 0,50 Euro je Stück zur Verfügung gestellt. Die Becher eignen sich in idealer Weise für den Ausschank von Kaltgetränken bei Veranstaltungen. Außer, dass die Becher eher nicht für Heißgetränke geeignet sind, werden nachstehende Kriterien erfüllt: Lebensmittelecht, geschmacksneutral, bruchsicher, spülmaschinenfest, abriebbeständig, Eichmarke für den Ausschank.

Interessierte Betriebe können ihre Bedarfsanzahl im Rahmen einer finanziellen Förderung auf dem Antragsformular angeben, oder unabhängig davon, durch direkte Kontaktaufnahme mit dem Fachbereich Stadtmarketing anmelden.

Warum ist der Umstieg auf Mehrweg-Pfandsysteme sinnvoll?

Stündlich werden allein rund 320.000 Einweg-Becher in Deutschland verbraucht – davon bis zu 140.000 To-Go Becher, so das Bundesumweltministerium. Die Abfallmenge von Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen betrug im Jahr 2017 mehr als 346.000 Tonnen, dies ergab eine Erhebung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung.

Die meisten Gastronomiebetriebe setzen auf Einweggeschirr. Dadurch nimmt die Müllmenge extrem zu. Doch es gibt Alternativen. Viele kennen die Möglichkeit, das eigene Geschirr/Dosen oder Kaffeebecher im Supermarkt oder Cafés mitzubringen und so z.B. im Supermarkt den Käse an der Käsetheke direkt einpacken zu lassen oder den Kaffee To-Go im eigenen Becher mitzunehmen. Doch nicht immer denkt man daran, die eigenen Behältnisse mitzunehmen bzw. sind die Hygienevorschriften, gerade in Corona Zeiten noch strenger und diese Möglichkeit gerade nicht gegeben. Doch hierbei kann ein Mehrweg-Pfandsystem eine Alternative darstellen.

Hier noch einmal kurz zusammengefasst die Gründe, die für ein Mehrweggeschirrsystem sprechen:

  • Einwegverbot seit 3. Juli 2021
  • Weniger Müll
  • Nachhaltigkeit: Bessere Ökobilanz durch lange Nutzung als Einwegverpackungen
  • Mehrwegboxen als Leihprodukt und durchlaufender Posten für Betrieb – kein finanzielles Risiko
  • Vorreiter/Vorbild für andere
  • Zusammenschluss zu einem System mit anderen Betrieben – Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt stärken
  • Weniger Ressourcenverbrauch/CO2 Ausstoß – Klimaschutz
  • Finanzielle Unterstützung durch die Stadt
  • Marketing-Materialien des jeweiligen Systemanbieters zur Auslage und Werbung vor Ort
  • Bei Anschluss zu einem Pfandsystem deutschlandweite Werbung über die Plattformen des Anbieters (u.a. Homepage und Social-Media-Kanäle)

Das Mehrweg-Pfandsystem funktioniert zwischen Kunden und Betrieben meist so:

  • Essen bestellen bei einem Mehrwegpartner-Gastronomiebetrieb,
  • Abholung des Essens in einer Mehrwegbox gegen Zahlung eines Pfands,
  • To-Go Essen unterwegs oder Zuhause genießen,
  • Mehrwegbox bei einem beliebigen Partnerlokal zurückbringen,
  • Gegen ein neues Essen in einer sauberen Mehrwegbox tauschen oder Pfand zurückerhalten