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Ausgabe 25/2026
Community-Projekte stellen sich vor und Festakt mit renommierten Schauspielgrößen
18.06.2026

Sona MacDonald und Julian Weigend treten beim Festakt zur Eröffnung der 75. Bad Hersfelder Festspiele auf. Fotohinweis: Jan Frankl/AnnaKott
Die Vorfreude ist groß: Wenn in diesem Jahr Bürgermeisterin Anke Hofmann, Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Intendantin Elke Hesse ihre Begrüßungsansprachen zur Eröffnung der 75. Bad Hersfelder Festspiele halten, haben sie prominenten Beistand auf der Bühne. Zum Jubiläumsfestakt hat die Intendantin zwei renommierte Schauspielgrößen an ihre Seite geholt: Kammerschauspielerin und Sängerin Sona MacDonald und Schauspieler Julian Weigend.
Julian Weigend kennt die Stiftsruine gut, hat er hier als junger Mann seine ersten Meriten erworben. Nicht nur den ersten Zuschauerpreis überhaupt in der Geschichte der Festspiele hat der gebürtige Grazer gewonnen, sondern auch noch im Folgejahr den Großen Hersfeldpreis verliehen bekommen. Er gilt als einer der profiliertesten Schauspieler der deutschsprachigen TV- und Theaterwelt und rezitiert zum Festakt Max Reinhardts „Rede über den Schauspieler“, die bis heute als der programmatische Text des legendären Theaterregisseurs über die moderne Schauspielkunst gilt.
Mit Weigend kehrt ein Theater-, Film- und TV-Star an eine besondere Stätte seiner Wirkung zurück: 1995 inszenierte Volker Lechtenbrink mit ihm den „Rattenfänger“ von Carl Zuckmayer und im Jahr darauf gab er den Mercutio in „Romeo und Julia“. In den Jahren 1998 bis 2013 spielte Wiegend den Kommissar Thomas Hunger an der Seite von Götz George in der TV-Tatort-Reihe „Schimanski“ und gegenwärtig ist er vor allem als polarisierender Arzt Dr. Kai Hoffmann in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ einer der bekanntesten TV-Ärzte. Die Bühne sieht Julian Weigend auch in diesem Jahr als „Jedermann“ an verschiedenen deutschen und österreichischen Spielstätten.
Mit Sona MacDonald bestreitet unmittelbar vor Weigend eine österreichisch-amerikanische Kammerschauspielerin einen musikalischen Teil der Festspiel-Eröffnung. Sie singt den Titel „I‘ m still here“ aus dem Musical „Collies“ von Steven Sondheim, unterstützt vom Festspielorchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben. Sona MacDonald ist keine Unbekannte in Bad Hersfeld. Bereits im Jahr 2000 brillierte sie unter Regisseur Hans Gratzer als Maria Stuart in Schillers gleichnamiger Aufführung neben Tatja Seibt als Elisabeth I. 2022 trat sie in der Abschlussgala auf.
Das Multi-Talent Sona MacDonald ist eine Schauspielerin und Sängerin, die vom legendären Intendanten Boy Gobert an das Wiener „Theater in der Josefstadt“ geholt wurde und seitdem mit Regisseuren wie Peter Zadek oder Peter Stein zusammenarbeitete. Erfolge feierte sie unter anderem als Marlene Dietrich in „Engel der Dämmerung“ oder als „Fräulein Julie“ in August Strindbergs gleichnamigem Stück, wofür sie den Nestroy-Preis als beste Schauspielerin erhielt. Zudem gilt sie als Kurt-Weill-Spezialistin und konzertierte mit seinen Stücken u.a. in Los Angeles, London und Jerusalem. Aber auch das Fernseh-Publikum kennt Sona MacDonald aus TV-Krimis wie „Tatort“ oder „Derrick“.
Abgerundet wird das Programm des Festaktes, der am Freitag, 26. Juni, um 18 Uhr in der Stiftsruine stattfindet, von der Festrede. Hier konnte Bürgermeisterin Anke Hofmann einen großen Förderer und Fan der Bad Hersfelder Festspiele gewinnen: den ehemaligen Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.
Präsentation der Community-Projekte in der Innenstadt um 17 Uhr
Auch wenn die Jubiläums-Saison offiziell erst mit der ersten Fanfare beginnt, so ist die Vorfreude bereits am Nachmittag in der Bad Hersfelder Innenstadt spürbar. Das Community-Projekt „HERZfeld Wir26“ hat in den vergangenen Monaten viele Menschen, Jung und Alt, zusammengebracht und die Gelegenheit geboten, künstlerisch aktiv zu werden, sei es beim Singen, Tanzen oder Schauspielen.
Alle Mitwirkenden der verschiedenen Bürgerprojekte werden am Jubiläumstag Teil der großen Festspiel-Familie. In der Innenstadt zeigen sie die Ergebnisse ihrer vielen Proben, Übungsstunden und leidenschaftlichen Arbeit.
Auch Bürgermeisterin Anke Hofmann, Intendantin Elke Hesse und einige Ehrengäste werden sich die Präsentationen ansehen, bevor sie auf die Bühne der Stiftsruine einziehen. Im Anschluss an den Festakt öffnet dann der „Rote Teppich“ und ab 21 Uhr steht die Premiere von „Parzival oder die Suche nach dem Heiligen Gral“ auf dem Programm.