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Ausgabe 03/2018

Hessentagsprojekt zum Stadtbushaltepunkt Breitenstraße: Umsetzungsplanungen beginnen

16.01.2018

Der Stadtbushaltepunkt in der Breitenstraße zeigt Defizite. Der sogenannte Rendezvous-Verkehr, also die gleichzeitige Bedienung durch sieben Busse, wird selbstverständlich beibehalten. Die vorhandenen Nebenanlagen und die Buswartehallen entsprechen aber vom Nutzungskomfort her nicht modernen Anforderungen an die Barrierefreiheit. Darum hatte die Stadtverordnetenversammlung die Neugestaltung des Stadtbushaltepunktes in der Breitenstraße als ein Projekt für den Hessentag festgelegt.

So sah die Projektskizze zum Stadtbushaltepunkt in der Hessentagsbewerbung aus. Jetzt wird er konkret geplant.

Nun hat der Magistrat der Kreisstadt den Planungsauftrag für die konkreten Ingenieurleistungen beschlossen. Nach einer erneuten Ausschreibung erhielt das Ingenieurbüro Rinne & Partner den Zuschlag, das auch schon die Vorplanungen durchgeführt hat.

Was wird konkret geplant?

  • Der Laufbereich für Fußgänger entlang der Geschäftshausfassaden im Bereich des Stadtbushaltepunktes ist durch die bestehenden Platzverhältnisse äußerst beengt.
  • Im Zug einer städtebaulichen Neukonzeption über das Sanierungsprojekt E „Antoniengasse“ (rund um den ehemaligen Herkulesmarkt) sollen die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger in der Breitenstraße gezielt verbessert werden. Aus diesem Grund soll ein Fußgängerüberweg im Einmündungsbereich der Antoniengasse neu angelegt werden.
  • Nicht nur die Nebenflächen im Bereich des Stadtbushaltepunktes, sondern auch die Neben­flächen der gegenüberliegenden Straßenseite sind städtebaulich aufzuwerten. Hier wird allerdings die Bestandsbreite im Wesentlichen beibehalten.
  • Die Überplanung der Fahrbahn findet unter dem Gesichtspunkt statt, dass die Breitenstraße auf einer Abschnittslänge von rd. 150 m als Tempo-30-Zone ausgewiesen und dass die bisherige Schrägaufstellung für Pkw in eine Längsaufstellung verändert werden soll.
  • Darüber hinaus werden drei optimierte Behinderten-Parkplätze angelegt, zudem wird der vorhandene Taxenaufstellbereich verändert.
  • Im Zug der Planung findet eine Berücksichtigung der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung statt.
  • Fahrgastwartehallen (heute in herkömmlicher Einzelbauweise als 3-Feldhalle) werden voraussichtlich an zwei Standorten zu größeren Einheiten mit besserer Gestaltung zusammengefasst.
  • Es ist beabsichtigt, ein dynamisches Fahrgastinformationssystem einzurichten und (vermutlich) in Sondermasten der Straßenbeleuchtung integrierte Umweltsensoren zur Messung von Umweltdaten (Lärm, Feinstaub, Stickoxide etc.) einzubauen.

Die Bearbeitung beginnt jetzt unmittelbar nach Auftragserteilung. Dabei werden nicht nur der Behindertenbeirat, sondern auch die Ordnungsbehörden, die Polizei und weitere Partner einbezogen. Eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger wird in den nächsten Wochen erfolgen.

Die Kostenschätzung für den tatsächlichen Umbau des Stadtbushaltepunktes, der Fahrbahn und der Nebenflächen, einschließlich des behindertengerechten Ausbaus und des Straßenbegleitgrüns, beläuft sich auf Nettobaukosten in Höhe von rd. 845.000 Euro.

Ab Ende des zweiten, spätestens am Anfang des dritten Quartals 2018 ist mit den Bauarbeiten zu beginnen. Ausschließlich kleinere Teilleistungen und/oder Restleistungen können noch im zweiten Quartal 2019 erbracht werden.