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Ausgabe 48/2018

Höltl-Tochter e-sensio baut Smartboxen

27.11.2018

Im Frühjahr hatte die Stadt in Zusammenarbeit mit einigen Bürgern rund ein Dutzend Umweltsensoren entlang der Autobahn A 4 zwischen Helfersgrund bis zur Eichhofsiedlung aufgebaut (wir berichteten).

Die „Smartboxen“, etwa halb so groß wie ein Schuhkarton, erfassen seitdem sehr zuverlässig Daten zu Lautstärke, UV-Belastung, Helligkeit, Feinstaub, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Messwerte fließen in Echtzeit in die städtische Datenplattform ein.

Vor kurzem wurde in Kooperation mit dem Motor-Flieger-Club e.V. Bad Hersfeld noch eine weitere Smartbox am Johannesberg installiert, als die dortige Start- und Landebahn des Flugplatzes im unteren Teil überarbeitet wurde.

Entwickelt und gebaut hat die Smartboxen die Bad Hersfelder Startup-Firma „e-sensio GmbH“, ein Unternehmen, welches aus dem Hersfelder Traditionsunternehmen der höltl Retail Solutions GmbH hervorging. Die Experten vom Hof Meisebach haben ihr Kerngeschäft zwar bei innovativen Lösungen für Kassen- und Warenwirtschaftssystemen. Mit den Komponenten und Technologien, die in den Smartboxen verbaut sind, kennen sie sich jedoch bestens aus.

Offenbar so gut, dass die Produktion der Smartboxen zu einem neuen Geschäftsfeld geführt hat und eigens hierfür ein neues Unternehmen gegründet wurde, die e-sensio GmbH. Dies erfuhr Bürgermeister Thomas Fehling jetzt während eines Unternehmensbesuches von dem höltl-Geschäftsführer Johannes Schick und Mitarbeiter Stefan Marc.

(v.l.n.r.): Bürgermeister Thomas Fehling mit Geschäftsführer Johannes Schick und Stefan Marc während seines Besuches bei höltl Retail Solutions GmbH

Die Smartbox von e-sensio versetzt Städte, Gemeinden sowie Stadtwerke und sonstige Betreiber von z.B. Straßenbeleuchtung und ähnlicher Hotspots endlich in die Lage, ihre urbanen Daten für bessere, zielführende und nachhaltige Entscheidungen bei allen Fragen lokalen Umweltmanagements zu nutzen. Diese intelligente Lösung schont die finanziellen Ressourcen der kommunalen Haushalte, steigert die Entscheidungsqualität und sie entsprechen zudem den wachsenden Ansprüchen der Bürger und Bürgerinnen auf Information und demokratische Teilhabe.

Mit der SMARTBOX werden die Daten flächendeckend gesammelt, verarbeitet und zur Darstellung an eine „Cloud“ weitergeleitet. Der einfache Zugriff auf die Umweltdaten erfolgt z.B. via Smartphone. Mit dieser Lösung besetzt das Unternehmen eine Vorreiterrolle im Bereich des intelligenten Umweltmanagements, so der e-sensio Geschäftsführer Carsten Uffenkamp.

In der Vermarktung der Smartboxen kooperiert das neue Unternehmen bereits mit dem deutschen Smart City-Forum, dem wichtigsten und größten deutschen Netzwerk für die Digitalisierung im urbanen Raum.

Und das war selbst dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, immerhin Interessenvertretung für rund 11.000 (!) Kommunen in Deutschland, eine Meldung auf seiner Internetseite wert!

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