Newsletter / City Letter

Der Newsletter-Blog

<< Zurück zur Auswahl

Ausgabe 08/2026

Bauarbeiten für die Erschließung des Wever-Quartiers beginnen

19.02.2026

Bauarbeiten für die Erschließung des Wever-Quartiers beginnen  Bauarbeiten für die Erschließung des Wever-Quartiers beginnen

Die Firma Bickhardt Bau SE aus Kirchheim hat den Auftrag bekommen, die Infrastruktur für das Wever-Gelände herzustellen.


Seit 2016 setzt sich die Stadt Bad Hersfeld im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ für die Weiterentwicklung der östlichen Kernstadt ein, um diese als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Versorgungsort zu sichern und weiter zu qualifizieren.

Nachdem die Arbeiten am neuen Stadt- und Kreisarchiv im Quartier Antoniengasse in vollem Gange sind, wurden nach einem komplexen Planungsprozess nun auch die Bauarbeiten zur Erschließung des 1. Bauabschnitts im neuen Wever-Quartier beauftragt. In einer öffentlichen Ausschreibung setzte sich die Firma Bickhardt Bau SE aus Kirchheim durch.

Auftakt auf dem Wever-Gelände: Bevor die Bagger rollen, haben sich Vertreter von Bickhardt Bau, der agc-Gruppe, ProjektStadt und der Stadtverwaltung Bad Hersfeld zu einer gemeinsamen Baubesprechung getroffen.

 

„Ich freue mich sehr, dass Bickhardt Bau nun loslegen kann. Leider ist es aufgrund des massiven Schneefalls zu Verzögerungen gekommen. Doch nun wird endlich sichtbar, was wir in den vergangenen Jahren geplant haben. Mit dem Beginn der Erschließung dieses ersten Bauabschnitts erreichen wir einen wichtigen Meilenstein bei der Weiterentwicklung unserer Innenstadt“, sagte Bürgermeisterin Anke Hofmann bei einem vor-Ort-Termin.

Vorgesehen ist zunächst die infrastrukturelle Erschließung eines ersten Bauabschnitts. Vorausgegangen ist dem eine umfangreiche Planung durch die ARGE schöne aussichten landschaftsarchitekten und aqua geo consult aus Kassel, die mit Behörden, aber auch den Eigentümern im Quartier abzustimmen war.

Denn auch wenn zunächst nur ein Bauabschnitt erschlossen wird, so musste doch das gesamte Quartier beplant werden, damit später auch der obere zweite Bauabschnitt infrastrukturell sinnvoll an den unteren ersten Bauabschnitt angeschlossen werden kann. Die Projektsteuerung erfolgt durch den Sanierungsträger ProjektStadt, eine Marke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt.

Das Wever-Areal aus der Vogelperspektive. (Foto: Projektstadt/Karsten Socher)

 

Zunächst ist ein Vorausbau vorgesehen. Dieser beinhaltet die Erschließung durch leitungsgebundene Infrastruktur wie Abwasser, Wasser, Strom und Glasfaser. Das größte Bauteil, welches unter der Erde verschwinden wird, ist eine 375 Kubikmeter große Regenwasserzisterne, die Wasser im und für das Quartier sammelt. Das Wever-Areal ist damit als „Schwammstadt“ konzipiert. Zusätzlich gibt es noch Speicher für die Baumquartiere, die auch anfallendes Wasser dosiert an die neuen Bäume abgeben werden.

In diesem Jahr werden die Oberflächen im Bereich östlich der Kirche St. Lullus-Sturmius fertiggestellt. Die Erschließungsflächen rund um die neuen Baufelder werden bis zur Errichtung der Gebäude in Baustraßenqualität hergestellt. Der Endausbau erfolgt nach Fertigstellung des Hochbaus voraussichtlich 2028 oder 2029.

Die Baumaßnahmen zum Vorausbau sollen Ende 2026 abgeschlossen sein.
Interessierte Investoren für die Baufelder 1 und 2 können sich gerne an die Stadt Bad Hersfeld wenden. Ein erstes Hochbauprojekt wird im Jahr 2026 bereits beginnen: der Neubau des auch öffentlich nutzbaren Gemeindezentrums St. Lullus. Ein Neubau war erforderlich, da das alte Gemeindehaus einer Realisierung des neuen Quartiersplatzes (Lullus-Platz) im Wege stand und daher abgerissen wurde.

Auf dem Seilerweg muss die Spur für den Rettungswagen zum Klinikum frei bleiben. Um den Baufahrzeugen den Wechsel vom westlichen Bereich in den östlichen zu ermöglichen, wird der Fußweg auf der Nordseite während der Bauzeit gesperrt.
Sehr begrenzt wird es auch zu zeitlich überschaubaren Sperrungen des Seilerwegs für den KFZ-Verkehr kommen müssen. Die Einfahrt zur Baustelle ist neben der Villa Seilerweg 3 (Zufahrt ehemaliger „Busparkplatz“) eingerichtet.