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08.09.2026
Strom für Hauptfeuerwehrwache wird auf dem eigenen Dach produziert
Bei der Realisierung der PV-Anlage auf dem Dach der Hauptfeuerwehrwache in Bad Hersfeld haben (von links) Erik Meier (Elektro Hess), Bürgermeisterin Anke Hofmann, Malte Buhles (Elektro Hess), Marcel Begoin (Begoin Dachdeckerbetrieb), Torsten Wiegand (Stadt Bad Hersfeld), Sarah Link sowie Thomas Flügge (beide cdw Stiftung) eng zusammengearbeitet.
Auf dem Dach der Hauptfeuerwache in Bad Hersfeld entsteht derzeit eine leistungsstarke Photovoltaikanlage. Die Anlage mit einer Leistung von 30,38 Kilowatt-Peak (kWp) wird der Stadt Bad Hersfeld von der cdw Stiftung aus Kassel gestiftet. Zwei Batteriespeicher mit jeweils 13,8 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität ergänzen die Anlage. Damit stehen insgesamt 27,6 Kilowattstunden Speicherkapazität zur Verfügung.
Die Anlage wird voraussichtlich rund 84,7 Prozent des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort nutzbar machen. Das ist deutlich mehr als die im Zuwendungsvertrag festgelegte Mindestquote von 80 Prozent. Der erzeugte Strom wird damit überwiegend für den Betrieb der Hauptfeuerwache verwendet. In den vergangenen Jahren lag deren jährlicher Stromverbrauch im Durchschnitt bei rund 55.000 Kilowattstunden. Die gestiftete PV-Anlage ist von der Firma Elektro Hess aus Bad Hersfeld installiert worden.
Voraussetzung für die Installation der Photovoltaikanlage war zunächst die Sanierung des rund 300 Quadratmeter großen betroffenen Dachbereichs. Die Stadt ließ das Dach durch die Firma Begoin aus Bad Hersfeld mit hochdruckfester und nicht brennbarer Dämmung ertüchtigen und mit einer neuen Dachabdichtung versehen. Die Kosten für die Dachsanierung einschließlich des erforderlichen Gerüstbaus liegen bei rund 90.000 Euro. Davon werden etwa 13.500 Euro über das Bundesförderprogramm für effiziente Gebäude (BEG) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.
„Der Solarstrom wird zu einem großen Teil direkt dort genutzt, wo er erzeugt wird. Das ist ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Entwicklung unserer städtischen Gebäude sowie für den Standort unserer Feuerwehr“, sagt Bürgermeisterin Anke Hofmann.
Für die cdw Stfitung erklärt ihr Geschäftsführer Thomas Flügge: „Kommunen können bei der Energiewende eine wichtige Vorbildfunktion übernehmen. Mit Bad Hersfeld haben wir eine engagierte Partnerin, die ihre eigenen Gebäude konsequent in den Blick nimmt. Besonders wichtig ist uns, dass die eingesparten Energiekosten über das Intracting wieder in weitere Maßnahmen fließen können. So entstehen auch in Zeiten knapper kommunaler Kassen zusätzliche Investitionsspielräume für die Energiewende.“
Auftakt für weitere kommunale Gebäude
Die Photovoltaikanlage auf der Hauptfeuerwache ist das erste fertiggestellte Projekt der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bad Hersfeld und der cdw Stiftung. Die Stadtverordnetenversammlung hatte den Abschluss eines entsprechenden Zuwendungsvertrags im zweiten Halbjahr 2025 einstimmig beschlossen.
Ziel der Vereinbarung ist es, Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden zu errichten und den erzeugten Strom weitgehend selbst zu nutzen. In den kommenden acht Jahren will die Stadt weitere geeignete Bestands- und gegebenenfalls Neubauten identifizieren und der cdw Stiftung für eine Förderung vorschlagen.
Die Stadtverwaltung übernimmt dabei die notwendigen Nebenleistungen und baulichen Voraussetzungen. Dazu gehören beispielsweise die jetzt durchgeführte Dachsanierung sowie die Erneuerung der elektrischen Hauptverteilung. Für deren technisch notwendige Erneuerung auf dem Gelände der Hauptfeuerwache hat die Stadtverwaltung im April und Mai 2026 bereits mehr als 30.000 Euro investiert.
Zwei Millionen Euro für die Hauptfeuerwache
Die Photovoltaikanlage ist Teil umfangreicher Investitionen in die Hauptfeuerwache. Die Stadt Bad Hersfeld investiert in den Jahren 2026 bis 2028 insgesamt rund zwei Millionen Euro in die energetische Sanierung des Gebäudes – und das bei laufendem Betrieb. Die Hauptfeuerwache wurde in den Jahren 1979 bis 1980 errichtet.
Über die cdw Stiftung
Die cdw Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Kassel. Sie wurde 2011 von den drei Gründern der SMA Solar Technology AG, Cramer, Drews und Wettlaufer, gegründet. Die Stiftung engagiert sich unter anderem für die regionale Energiewende in Nordhessen und der Kulturstandort Kassel.
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