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Konzepte & Projekte2017: Radverkehrskonzept
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Radverkehrskonzept Bad Hersfeld

Bachelorarbeit Tobias Reinhardt (2019)

Im Rahmen eines dualen Studiums hat Tobias Reinhardt 2019 an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, Fachbereich Verwaltung, eine Bachelorarbeit zum Radverkehr in Bad Hersfeld erstellt:

"Förderung des Fahrradverkehrs in Bad Hersfeld - Welche Maßnahmen sollte die Stadtverwaltung gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen treffen, um zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen?"

Die Arbeit sowie den umfangreichen Anhang finden Sie hier zum Download.

Radverkehrskonzept (2018/2019)

Entwurf Radverkehrskonzept Bad Hersfeld (November 2018)

Dazugehöriger Kartenteil:

01. Bestehendes Radroutennetz

02. Analysenetz Radverkehr

03. Radverkehrsanlagen im Analysenetz

04. Querungsanlagen im Analysenetz

05. Topographische Verhältnisse im Analysenetz

06. Defizite im Analysenetz

07. Netzkonzept 2021 Überarbeitung

08. Maßnahmenkonzeption

09. Konzeption Fahrradabstellanlagen

Radverkehrskonzept Bad Hersfeld - Maßnahmen zur Umsetzung (September 2019)

 

Ergebnisse der Bürgerinformationsveranstaltung vom 09. März 2017

Am 09. März fand die Informationsveranstaltung des Fachbereiches Technische Dienste im Konferenzraum K 2 der Stadthalle statt. Vor 30 interessierten Bürger/-innen und Stadtverordneten haben Holger Heering und Michael Volpert vom Kasseler Büro LK ARGUS und Fachbereichsleiter Martin Bode den aktuellen Sachstand vorgetragen.

Nachdem Martin Bode einen kurzen Überblick über Veranlassung und Zielstellung des Radverkehrskonzeptes gegeben hat, haben Holger Heering und Michael Volpert die Ergebnisse der umfangreichen Bestandsanalyse der Bad Hersfelder Radverkehrsverhältnisse und einen ersten Entwurf für ein sogenanntes „Wunschliniennetz“ vorgetragen.

Aus Verwaltungssicht wurde Bad Hersfeld selbstkritisch als zu autogerecht eingestuft; Fußgänger und Radfahrer finden z.T. nur Minimalflächen vor, die oftmals beschädigt sind und unnötige Barrieren schaffen. Außerdem sind die Radabstellanlagen in der Anzahl und im angebotenen Komfort verbesserungsbedürftig.

Neben Verkehrskonzepten für den Fahrradverkehr geht es auch um begleitende Aspekte wie die Radabstellung (hier die Anlage am Linggplatz)

Dabei geht es dem Fachbereich Technische Dienste bei der Frage „Wo wollen wir hin?“ nicht nur darum, den vorhandenen Standard zu verbessern, sondern auch insbesondere darum, das Fahrrad als alltagstaugliches Verkehrsmittel (wieder) in den Vordergrund zu rücken. Kurze, sichere, barrierefreie und schadensfreie Wege und Kreuzungen für Radfahrer/-innen und Fußgänger/-innen sind im Blickpunkt. Dazu gehört, dass Radfahrer/-innen im Straßenverkehr als vollwertige Partner akzeptiert sind – hier gibt es nämlich erheblichen Verbesserungsbedarf, wie Referenten und Zuhörer/-innen übereinstimmend feststellten.

In zwei Projektschritten hat das erfahrene, sehr versierte Fachbüro LK ARGUS (Homepage: www.lkargus.de), das sich mit unterschiedlichsten Fragen der Verkehrsplanung, Mobilitätsverhalten und Fragen der Nahmobilität beschäftigt, die vorhandene Radwegestruktur – das sogenannte Bestandsnetz – analysiert und bewertet. Dabei wurden

  • vorhandene Routen erfasst,
  • absehbare Nachfragen ermittelt,
  • Ziele und Quellen für den Radverkehr untersucht,

Ein wesentlicher Bearbeitungsschritt lag für LK ARGUS darin, - ausgehend vom bestehenden Routennetz – Ergänzungsvorschläge zu erarbeiten. Ergänzungsvorschläge sollen das Bestandsnetz zum Wunschliniennetz ausbauen helfen, damit

  • das Angebot an Radwegen verbessert,
  • Quell- und Zielbeziehungen direkter miteinander verbunden werden können.

Die gründliche Bestandsanalyse umfasst konsequenterweise nicht nur den vorhandenen Bestand, sondern auch das Wunschliniennetz. Die Bestandsanalyse – als wichtige Standortbestimmung und Grundlage für alles Weitere – schließt folgende Arbeitspunkte ein:

  • vorhandene Radverkehrsanlagen
  • Markierungen und Beschilderungen
  • Radabstellanlagen
  • für die Befahrung entgegen der Fahrtrichtung freigegebene Einbahnstraßen
  • die grundsätzliche Eignung von Streckenabschnitten zur Radnutzung
  • Unfallzahlen der letzten Jahre.

Punktuelle und linienhafte „Knackpunkte“ (Gefahrenstellen, fehlende Markierungen und Beschilderungen, unterdimensionierte Anlagen, lange Wartezeiten bei Ampeln) wurden selbstverständlich und „schonungslos“ mit analysiert. In diesem Punkt hakten natürlich die Bürger/-innen im Konferenzraum K 2 ein. Hier ein kurzer Abriss der spontanen Rückäußerungen aus dem Auditorium:

  • Unfallhäufungen, nicht barrierefreie und konfliktträchtige Radwegeführung im Bereich des Peterstors
  • schlechte Nachvollziehbarkeit der Linienführung beim Regionalen Radweg R 10 zwischen Ortseingang Kalkobes und Innenstadt
  • schlechte Querung des Schillerplatzes im Anschlussbereich der Dippelstraße
  • zugeparkte Radwege im Bereich der Nachtigallenstraße
  • Konfliktsituationen im Bereich der Straßen Am Kurpark und Am Weinberg
  • Ausfahrtssituation aus der Benno-Schilde-Straße in Richtung SchildePark.

Bei der Defizitanalyse konnte der örtliche ADFC - Hersfeld-Rotenburg/Schwalm-Eder unter der Leitung von Martin Engel einen wertvollen, unverzichtbaren Fachbeitrag liefern: eine 155 Einzelpunkte umfassende, detailliert kommentierte und im Plan erfasste Auflistung von Handlungspunkten. Die Zuarbeit war extrem hilfreich und konnte i.w. in die Planwerke von LK ARGUS direkt übernommen werden. Hinweise, die außerhalb des von LK ARGUS untersuchten Wunschliniennetzes lagen, sind in der Originalliste und im Plan einzeln nachzuvollziehen.

Damit die Anwesenden überhaupt eine Chance haben, sich die Detailarbeit in Ruhe zu erschließen, bot Martin Bode an, die präsentierten Unterlagen einschließlich der Themenkarten auf der Homepage zugänglich zu machen.

Als PDF-Dokument zu der Veranstaltung können Sie folgende Unterlage herunterzuladen:

Informationsveranstaltung zum Radverkehrskonzept der Stadt Bad Hersfeld (9. März 2017)

 

Testaktion "Das Fahrad im Alltag - Bad Hersfeld steigt um!" (2016)

Für insgesamt 6 zufriedene Tester/-innen hatten der Fachbereich Technische Dienste und der Klimaschutzbeauftragte Guido Spohr Elektrofahrräder bereitgestellt. Fahrrad Raab und Fahrrad Riebold hatten die Testaktion mit Service,  Ratschlägen und z.T. eigenen Fahrrädern toll und kostenfrei unterstützt. Nach einer Nutzungsdauer von jeweils 2 Wochen hatten die experimentierfreudigen vier Damen und die zwei Herren insgesamt 1.200 Kilometer „erradelt“. Dabei entfiel das gros der Kilometer auf Fahrten von und zur Arbeit – genau die vom Fachbereich Technische Dienste erhoffte alltagstaugliche Nutzung! Der Freizeitwert war natürlich auch nicht zu verkennen, so dass im Rahmen der Testaktion selbstverständlich auch „Fahrten in´s Grüne“ absolviert wurden.

Übliche Weglängen betrugen 5 bis 10 Kilometer. Dank Elektroantrieb waren die lästigen Steigungen am Johannesberg und am Frauenberg kein Thema mehr. Interessant war, dass aus der ebenfalls als Download vorhandenen Umfrageaktion nach dem Testen herauskam, dass

- ganz klar die Meinung vertreten wurde, dass die Fahrradnutzung gegenüber der Autonutzung viele Vorteile bietet (Parkplatzsuche, Wohlfühleffekt/Gesundheit/Fitness/“Kopf-frei-kriegen“, Flexibilitäts­gewinn)

- das Fahrrad im Alltag zumindest Gleichstand mit dem eigenen Auto erreicht.

Klares, übereinstimmendes Fazit: Das Fahrrad ist alltagstauglich!

Testaktion „Das Fahrrad im Alltag – Bad Hersfeld steigt um!“:

RVK_Bad-Hersfeld_Testaktion_2016

Pressemitteilungen:

Presse_Osthessen-News_2017_03_10

Presse_Hersfelder-Zeitung_2017_03_10