Aktuelles

16.04.2024

Viele Stars bei den Bad Hersfelder Festspielen: Anna Loos, Aljoscha Stadelmann, Lilo Wanders, Sandy Mölling, Horst Janson, Brigitte Grothum, Henry Arnold und Simon Zigah kommen in die Stiftsruine

Viele Stars bei den Bad Hersfelder Festspielen: Anna Loos, Aljoscha Stadelmann, Lilo Wanders, Sandy Mölling, Horst Janson, Brigitte Grothum, Henry Arnold und Simon Zigah kommen in die Stiftsruine

Das Publikum der 73. Bad Hersfelder Festspiele kann sich auf bekannte und renommierte Namen freuen: Eröffnet werden die Festspiele am Freitag, den 21. Juni 2024, um 21 Uhr mit der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht in einer Inszenierung von Michael Schachermaier,

„In diesem Festspielsommer spielt die Musik in allen Stücken eine entscheidende Rolle. Es war eine schöne Aufgabe, Künstlerinnen und Künstler zu finden, die unser Publikum sowohl darstellerisch als auch mit ihren musikalischen Talenten und Fantasien begeistern“, meint Joern Hinkel. In dem Zusammenhang freut er sich besonders, dass die bekannte und beliebte Schauspielerin Anna Loos in Bad Hersfeld auftreten und als Jenny in der „Dreigroschenoper“ zu sehen sein wird: „Ich bin sehr gespannt, sie endlich auf der Theaterbühne zu erleben. Ich kenne sie als mitreißende Sängerin, aber natürlich auch aus Filmen als eine Schauspielerin, die ihren Figuren oft eine brüchige Zerrissenheit, eine glühende Rastlosigkeit verleiht, in allem Strahlen schwingt bei ihr immer ein Abgrund mit. Das macht sie für mich zu so einer faszinierenden Darstellerin.“

Anna Loos (Foto: Miriam Knickriem Medien)

Anna Loos hat im Laufe der Jahre sehr viele Fernseh- und Kino-Rollen gespielt, darunter auch Serienhauptrollen wie „Helen Dorn“ und sie war eine der Hauptdarstellerinnen der preisgekrönten Serie „Weissensee“. Sie begeisterte 2006 im Musical „Cabaret“ und war mit der Band „Silly“ als auch solo erfolgreich: Ihre Single "Alles Rot" erreichte beim Bundesvision Song Contest des Jahres 2010 den zweiten Platz.

Lilo Wanders (Foto: Michael Reh)

Da Anna Loos wegen anderer Engagements an fünf der 20 Aufführungstermine von „Die Dreigroschenoper“ nicht in Bad Hersfeld sein kann, wird die Travestie-Künstlerin Lilo Wanders an diesen Terminen (6./8./9./13. und 17.8.2024) die Rolle der Jenny übernehmen: „Dem Regisseur Michael Schachermaier und mir war von Anfang an daran gelegen, mit Anna Loos zusammenzuarbeiten. Aus Termingründen steht sie aber an fünf Tagen nicht zur Verfügung. Eine Schauspielerin zu suchen, die Anna ähnlich war, kam für uns nicht in Frage. Im Gegenteil: Wer würde die Rolle ganz anders verkörpern? Je größer der Gegensatz, desto interessanter. So kamen wir schließlich auf Lilo Wanders, die ich schon einmal ganz hinreißend auf der Bühne erlebt habe. Jenny, Mackie Messers Geliebte, die zur Verräterin wird, mit ihr zu besetzen, finde ich wunderbar.“ so Joern Hinkel.

Aljoscha Stadelmann (Foto: Wolfgang Borrs)

Viele kennen ihn als den oft trottelig wirkenden, aber schlauen Polizisten Koops aus der TV-Reihe „Harter“ Brocken“, aber wie viele Schauspielerinnen und Schauspieler hat er sein Handwerk im Theater gelernt und stellt es dort regelmäßig unter Beweis: Aljoscha Stadelmann wird in der Stiftsruine den Tiger-Brown spielen. „Verschlagen und humorvoll ist dieser Polizeichef von London, ein bester Freund, mit dem man Pferde stehlen kann, dem man aber in keiner Sekunde den Rücken zukehren darf. Hemdsärmelig und heimtückisch. Ich kann mir Aljoscha Stadelmann fantastisch in dieser Rolle vorstellen. Seine körperliche Präsenz, seine Doppelbödigkeit, sein Witz sind genau das, was einen Tiger-Brown so vielschichtig machen kann“, sagt Festspiel-Intendant Joern Hinkel.

Simon Zigah (Foto: Tobias Kruse)

Für die Rolle des Mackie Messer kehrt Hersfeldpreisträger Simon Zigah in die Festspielstadt zurück. Er hat von 2006 bis 2009 zum Ensemble gehört und seitdem eine großartige Theaterkarriere hingelegt. Joern Hinkel: „Tatsächlich haben mir immer wieder Zuschauer und Mitarbeiter von Simon Zigah vorgeschwärmt. Seine Frankestein-Darstellung im Grebe-Keller ist vielen noch in ganz besonderer Erinnerung. Erst im letzten Winter habe ich ihn in Bremen auf der Bühne gesehen und war von seiner Ausstrahlung begeistert: warmherzig, gefährlich, manchmal von geradezu buddhistischer Ruhe, dann wieder unfassbar agil und tänzerisch. Es war Michael Schachermaiers expliziter Wunsch, ihn als Mackie zu besetzen. So habe ich den Gangsterkönig von London noch nie gesehen! Abgesehen davon kann er umwerfend singen!“

 

Joern Hinkel inszeniert den Kultklassiker „Wie im Himmel“

Festspiel-Intendant Joern Hinkel inszeniert in der Stiftsruine den Kultklassiker „Wie im Himmel“ (Premiere am Freitag, 26. Juli 2024, um 20.30 Uhr in der Stiftsruine).

„Wie im Himmel“ ist die Geschichte des berühmten Dirigenten Daniel Daréus, der sich nach einem Herzinfarkt in sein schwedisches Heimatdorf zurückzieht. Hier lässt er sich dazu überreden, den Kirchenchor zu dirigieren. Dabei wird ihm wieder bewusst, was ihm Musik einmal bedeutet hat und was im Leben wirklich wichtig ist. Und er lernt die Menschen im Dorf und ihre Geschichten kennen, zum Beispiel die der Chorsängerin Gabriella.

Joern Hinkel engagierte Sandy Mölling, die 2016 für die Rolle als Elisa in „My Fair Lady“ den Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele erhielt und mit der Gruppe „No Angels“ berühmt wurde, für diese Rolle.

Sandy Mölling

Joern Hinkel: „Gabriella traut sich nichts zu. Ihr Mann macht ihr immer wieder weiß, sie habe kein Talent, sie möge sich um die Kinder kümmern und nicht im Chor ihre Zeit verschwenden. Bis der neue Chorleiter Daniel erkennt, was für eine außergewöhnliche Sängerin sie ist. Er schenkt ihr wieder Selbstvertrauen. Ich habe für diese Rolle eine Sängerin und eine Schauspielerin gesucht. Ich finde die Vorstellung wunderbar, dass eine so bekannte Künstlerin, die mit den No Angels um die ganze Welt gereist ist, eine Frau verkörpert, die sich selbst das Singen nicht zutraut, die ihre Stimme erst für sich selbst entdecken muss. Ich habe Sandy bei den Proben und Aufführungen von ‚My Fair Lady‘ als unermüdliche suchende, immer Neues ausprobierende Künstlerin erlebt, absolut kollegial, leidenschaftlich in der Arbeit, und als sie mir eine Szene von Gabriella vorspielte, war ich sofort vollkommen überzeugt. Ich freue mich riesig auf die gemeinsamen Proben!“

Henry Arnold (Foto: Patrick Ranz)

Auch für die Rolle des Star-Dirigenten Daniel Daréus hat Regisseur und Intendant Joern Hinkel die ideale Besetzung gefunden. Henry Arnold, u.a. bekannt aus „Heimat“ von Edgar Reitz, ist nicht nur ein großartiger Schauspieler, er bringt auch die passende musikalische Ausbildung mit, freut sich Joern Hinkel: „Henry hat, inspiriert von der Arbeit an dem atemberaubenden Film-Projekt ‚Heimat‘, eine Ausbildung als Dirigent gemacht. Er ist ein hervorragender Pianist. Er ist in der klassischen Musik zuhause. Und er strahlt eine Herzlichkeit und Hingabe aus, die für die Figur des Daniel Daréus ganz entscheidend ist: es muss ihm gelingen, die Einwohner eines ganzen Städtchens, das im Dornröschenschlaf versunken ist, aufzuwecken. Nichts haben die Einwohner und Chormitglieder mehr gefürchtet als Veränderung. Erstarrt in ihrem immergleichen Alltag, brechen sie endlich aus ihren Gewohnheiten aus, inspiriert durch einen Mann, der bereit ist, seinerseits sein ganzes Leben neu zu sortieren. Henry Arnold habe ich es sofort an den Augen abgelesen: er ist jemand, der die Menschen verzaubern kann.“

Horst Janson (Foto: Christof Arnold)

TV- und Schauspiel-Legende Horst Janson wird ebenfalls zu Joern Hinkels Ensemble von „Wie im Himmel“ gehören. Er übernimmt die Rolle des verschlossenen 80-jährigen Erik, der sich im Chor verändert und es endlich wagt, seiner Jugendliebe Olga seine Liebe zu gestehen.

Joern Hinkel sagt, die Rolle sei ihm auf den Leib geschrieben: „Diese Liebe-Seines-Lebens-Erklärung von Erik ist eine meiner großen Lieblingsstellen der Geschichte. Ich habe mir schon beim ersten Lesen Horst Janson vorstellt: seine Eleganz, seine herzliche, knurrende Stimme, sein trockener Humor, das alles passt perfekt zu diesem wortkargen Bergarbeiter Erik, der nur deshalb im Chor singt, um seiner Jugendliebe nahe zu sein, und in einem besonderen Moment über sich hinauswächst.“

Brigitte Grothum (Foto: Laurence Chaperon)

Eriks Jugendliebe Olga spielt Brigitte Grothum - wie Horst Janson eine Schauspiel-Legende! Brigitte Grothum und Horst Janson standen schon gemeinsam bei den Bad Hersfelder Festspielen auf der Bühne, zuletzt in „Hexenjagd“ und „Lenas Geheimnis“. Brigitte Grothum war außerdem als Königin Elisabeth in „Shakespeare in Love“ zu sehen. „Brigitte und Horst zusammen spielen zu sehen, ist einfach ein Geschenk“, schwärmt Joern Hinkel. "Dass ich beide zusammen dafür gewinnen konnte, in einem meiner Lieblingsstücke mitzuwirken, hätte ich kaum zu träumen gewagt. Brigitte wird Olga ihre ganz persönliche Note geben. Olga ist gleichzeitig zurückhaltend, gibt vor, nicht alles hören zu können, obwohl sie viel mehr mitbekommt, als sie zugibt, ist aber die erste, die sich dem dogmatischen Pfarrer entgegenstellt. Im entscheidenden Moment nimmt sie kein Blatt vor den Mund." Neben ihrer großartigen Bühnenkarriere spielte Brigitte Grothum Hauptrollen in über 20 Filmen, u. a. in den legendären Krimis von Edgar Wallace und in Bernhard Wickis „Das Wunder des Malachias“. Ihre Fernsehtätigkeit begann 1957. Ab da war und ist sie in über 200 TV-Rollen in jedem Genre, vom Charakterfach bis zum Boulevard, erfolgreich. Besondere Popularität erlangte sie in der Doppelrolle der Magda/Marion bei „Drei Damen vom Grill“, der Vorabend-Serie der ARD, die 16 Jahre lang zu sehen war.

Seit 2020 kann man sie u.a. in dem Soloprogramm „Ein deutsches Leben“ als Brunhilde Pomsel, Sekretärin von Joseph Goebbels, am Schlossparktheater Berlin und in Gastspielen in vielen anderen Städten erleben.

Bereits bekannt gegeben wurde, dass Wolfgang Seidenberg die Rolle Arne übernimmt. Arne, ist der umtriebige Einzelhändler, durch dessen Initiative die Geschichte eine entscheidende Wendung nimmt: Er meldet den kleinen Chor für einen großen Gesangswettbewerb in Österreich an.

Als Musical zeigen die Bad Hersfelder Festspiele in diesem Sommer „A Chorus Line“ in der Regie von Melissa King. Die Besetzung dafür wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

 

Mehr zu Anna Loos, Aljoscha Stadelmann und Simon Zigah (”Die Dreigroschenoper“)

Anna Loos ist eine der bekanntesten und beliebtesten deutschen Schauspielerinnen und trat in vielen Kino- und Fernsehproduktionen auf.  Seit 2014 spielt sie „Helen Dorn“ und von 2010 bis 2018 in „Weissensee“ eine Hauptrolle.

Mit zahlreichen Preisen ausgestattet feierte sie einen Erfolg nach dem anderen. Im Jahr 2000 erhielt sie zum Beispiel den Darstellerpreis des Fernsehfilmfestivals Baden-Baden für die Darstellung der Sängerin Rita in dem Fernsehfilm „Halt mich fest!“, 2011 erhielt sie eine Goldene Kamera als Beste deutsche Schauspielerin für „Wohin mit Vater“, 2012 kam der  Bayerische Fernsehpreis als Beste Schauspielerin in einem Fernsehfilm für „Die Lehrerin“ hinzu.

Neben ihrer Karriere als Schauspielerin ist Anna Loos auch die Musik sehr wichtig. Sie begeisterte 2006 im Musical „Cabaret“ als Sally Bowles und war solo sowie auch mit der Band Silly erfolgreich: Ihre Single "Alles Rot" erreichte beim Bundesvision Song Contest des Jahres 2010 den zweiten Platz.

Mit einer Lesung aus Nick Hornbys „Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst“ war und ist Anna Loos gemeinsam mit ihrem Mann Jan Josef Liefers auf Tournee. „Aus einer simplen Lesung haben die beiden ein beeindruckendes Theaterstück entwickelt und begeistern in ausverkauften Häusern. Ihre Darstellung ist so lebensnah, dass das Publikum tief berührt wird“ kann man in den Kritiken lesen.

 

Lilo Wanders erfand sich selbst 1989 für eine Rolle im von ihr mitgegründetem Schmidt-Theater in Hamburg und erlangte bundesweite Aufmerksamkeit durch die Schmidt-Mitternachts-Show in den 3. Fernsehprogrammen. Von 1994 bis 2004 moderierte Wanders das Format „Wa(h)re Liebe“ beim Sender VOX und gilt dadurch als Aufklärerin der Nation. Mit etlichen Soloprogrammen und Rollen in Theaterstücken wie „Ein Käfig voller Narren“, „Der graue Engel“ von Moritz Rinke oder im Musical „Cabaret“ feierte Lilo Wanders Erfolge auf vielen Bühnen im deutschsprachigen Raum. Daneben führt sie durch Varietéprogramme, spielt in Kino- und Fernsehfilmen und ist Gast in Quiz-Shows. Zuletzt war sie die Göttermutter Juno in „Orpheus in der Unterwelt“ an der Bremer Oper.

 

Auch Aljoscha Stadelmann ist aus der deutschen Theater- und TV-Landschaft nicht wegzudenken. Seit 2015 meistert er als Dorfpolizist Frank Koops in „Harter Brocken“ jede Herausforderung. Aber er spielte auch in vielen anderen Fernsehproduktionen mit – von „Tatort“ bis „Friesland“ ist er ständig präsent.

Nach seinem Abitur in Kassel arbeitete er zunächst als Regieassistent am Schauspiel Bochum um dann nach seinem Schauspielstudium auch viele Theaterrollen zu übernehmen. Von 1997 bis 1999 spielte er am Schauspiel Leipzig, im Anschluss kamen Engagements z.B. am Staatstheater Kassel, am Theater Basel, am Schauspiel Frankfurt, am Schauspiel Hannover und am Berliner Ensemble.

 

Hersfeldpreisträger Simon Zigah war drei Jahre lang Ensemblemitglied der Bad Hersfelder Festspiele und wurde 2009 für die Rolle Polyphem in Torsten Fischers „Odyssee” mit dem Hersfeldpreis ausgezeichnet.

Seit 2003 ist er auf verschiedenen Bühnen zu erleben, darunter Kampnagel, Thalia Theater, Altonaer und St. Pauli Theater in Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Berliner Renaissance Theater, Staatstheater Nürnberg, Landesbühne Hannover, Vereinigte Bühnen Krefeld Mönchengladbach, Landestheater Tübingen und Théatre des Capucine Luxembourg. Ab der Spielzeit 2010/11 wurde er fest am Theater Bremen engagiert und war u. a. zu sehen in Alize Zandwijks „Der gute Mensch von Sezuan“, „Die Ratten“, Selen Karas Liederabend „BANG BANG“, Armin Petras‘ „Love you, Dragonfly“, „Lulu – Ein Rock-Vaudeville“, „Schloss Rosmersholm“ und „Milchwald“ sowie Klaus Schumachers „Dreigroschenoper“. Von 2016 bis 2019 war Zigah zu Gast am Staatstheater am Gärtnerplatz und trat dort als King Arthur in Purcells gleichnamiger Semi-Oper auf. In der Spielzeit 2019 bekam Simon Zigah den Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde verliehen. 

 

Mehr zu Sandy Mölling, Horst Janson, Brigitte Grothum und Henry Arnold („Wie im Himmel“)

Sandy Mölling hat das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele 2016 in „My fair Lady“ erlebt und begeistert gefeiert. Einem breiten Publikum war sie bereits mit den „No Angels“ bekannt geworden. Die Band feierte riesige Erfolge und wurde unter anderem mit drei Echos, drei Cometen, einem Bambi und einer Goldenen Kamera ausgezeichnet. Auch als Solo-Sängerin war Sandy erfolgreich und veröffentlichte mehrere Alben.

2010 und 2011 spielte sie die weibliche Hauptrolle im Musical "Vom Geist der Weihnacht", 2022 übernahm sie eine der Hauptrollen im Musical „Zeppelin“ im Festspielhaus Neuschwanstein.

 

Auch Horst Janson haben die Besucher und Besucherinnen der Bad Hersfelder Festspiele bereits in der Stiftsruine und im Schloss Eichhof erlebt. Zuletzt war er mit „Der alte Mann und das Meer“ im Schloss Eichhof zu Gast, davor spielte er in der Stiftsruine zum Beispiel in „Hexenjagd“, seine erste Rolle in der Stiftsruine verkörperte er in den 1960´er Jahren!

Kein Schauspieler hat in allen Altersgruppen einen so großen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad, wie Horst Janson und die Liste seiner Rollen ist unendlich lang. Als „Der Bastian“ spielte er sich 1973 in die Herzen des Publikums. Seine TV-Karriere begann aber schon 1959 in „Die Buddenbrooks“. 1968 trat er in „Salto Mortale“ auf. Er spielte in den „Immenhof“-Filmen und in Kinderserien wie der „Sesamstraße“, und „Die Pfefferkörner“ ebenso wie in fast allen bekannten Krimi-Formaten und auch Serien wie z.B. „Sturm der Liebe“!  2021 drehte er „Das Privileg“ für Netflix und 2022 „Friedliche Weihnachten“ für Amazon Prime.

Aber auch in vielen sehr ernsten Rollen konnte man ihn sehen, zum Beispiel in „Steiner – Das Eiserne Kreuz II“ an der Seite von Richard Burton und Robert Mitchum oder als den an Demenz erkrankten Jakob in dem Film „Eines Tages“.

 

Brigitte Grothum debütierte 1954 am Tempelhofer Zimmertheater und spielte seitdem an vielen deutschen Bühnen und bei den Salzburger, Heppenheimer, Forchtensteiner und Bad Hersfelder Festspielen. Ihr Repertoire reicht vom Boulevard bis zur Klassik. Sie spielte Hauptrollen in über 20 Filmen, u. a. in den legendären Krimis von Edgar Wallace und in Bernhard Wickis „Das Wunder des Malachias“. In Prag drehte sie unter der Regie von Josef Vilsmaier „Der letzte Zug“ und spielte eine Gastrolle in Marcus O. Rosenmüllers Film „Wunderkinder“. Ihre Fernsehtätigkeit begann 1957 mit „Hexenjagd“ von Arthur Miller in der Regie von Ludwig Cremer. In über 200 TV-Rollen war sie in jedem Genre, vom Charakterfach bis zum Boulevard, erfolgreich. Besondere Popularität erlangte sie in der Doppelrolle der Magda/Marion in „Drei Damen vom Grill“, der Vorabend-Serie der ARD und in dem vierteiligen Fernsehspiel „Die Piefke-Saga“ von Felix Mitterer.

Seit 1987 führt Brigitte Grothum auch Regie. 1987 inszenierte und produzierte sie erstmals Hofmannsthals „Jedermann“ in der Kreuzberger Südstern-Kirche. 1988 zog die Produktion in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und von 1993 bis 2014 alljährlich im Herbst in den Berliner Dom. Dort wurden die „Jedermann-Festspiele“ zu einer Institution des Berliner Kulturlebens. Nach 28 Jahren beendete sie die Berliner-Jedermann-Festspiele, die sie ohne staatliche Subventionen finanziert hatte. Seit 2020 spielt sie im Schlosspark-Theater in Berlin die Rolle der Brunhilde Pomsel, (Sekretärin von Göbbels) in der deutschen Erstaufführung des Theaterstückes „Ein deutsches Leben“ von Christopher Hampton, unter der Regie von Philip Tiedemann.

 

Henry Arnold studierte nicht nur Schauspiel, sondern auch Musikwissenschaft, Germanistik, Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Dirigieren.

Ein breites Publikum kennt ihn aus zahlreichen TV-Produktionen und vor allem aus der legendären Serie „Heimat“. Mit der Rolle des Hermann Simon in der Trilogie von Edgar Reitz fand er auch international Anerkennung. 1995 wurde er für seine darstellerische Leistung in dem Fernsehspiel „Ausgerechnet Zoé“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Er spielte im Laufe der Jahre an vielen deutschen Theatern und 1996 begann er, als Regisseur zu arbeiten, zunächst an der Seite von Hans Neuenfels als Mitarbeiter der Regie, u. a. in Stuttgart und bei den Salzburger Festspielen. Er inszeniert Schauspiel und Opern zum Beispiel am Staatstheater Darmstadt, an der Staatsoper Stettin und am Pfalztheater Kaiserslautern.

2023 spielte er den Dirigenten David Levy in der ARD/degeto-Produktion „Informant“ und derzeit steht er in München in dem Monologstück von Alessandro Baricco „Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten“ sowie in Düsseldorf in der Komödie "Spatz & Engel" (Große Boymann / Kahry) als Schauspieler und Musiker auf der Bühne.

73. Bad Hersfelder Festspiele
21. Juni bis 18. August 2024
Intendant Joern Hinkel

 Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht
mit Musik von Kurt Weill
Mitarbeit Elisabeth Hauptmann
Regie Michael Schachermaier
Premiere 21. Juni 2024
21:00 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld 

A Chorus Line
von James Kirkwood. & Nicholas Dante
Musik Marvin Hamlisch, Texte Edward Kleban
Deutsch von Robin Kulisch
Regie & Choreographie Melissa King
Musikalische Leitung Christoph Wohlleben
Premiere 22. Juni 2024
21:00 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld

Wie im Himmel
ein Schauspiel von Kay Pollak
Deutsch von Jana Hallberg
Regie Joern Hinkel
Premiere 26. Juli 2024
20:30 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld

Das kleine Gespenst
eine Geschichte für Kinder jeden Alters
von Otfried Preußler
Regie & Musik Oliver Urbanski
Choreographie Christoph Jonas
ab 28. Juni 2024
21:00 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld

Der Vorname
eine Komödie
von Alexandre de la Patellière
und Matthieu Delaporte
Übersetzer Georg Holzner
Regie René Heinersdorff
Premiere 12. Juli 2024
20:30 Uhr | Schloss Eichhof
Eine Koproduktion mit der Landesbühne Rheinland-Pfalz

Tickets und Informationen:
Telefon +49 6621 640200
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de
www.bad-hersfelder-festspiele.de


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