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11.02.2026
Innenminister übergibt Zuwendungsbescheid in Höhe von 100.000 Euro in Bad Hersfeld
Für mehr Sicherheit bei Veranstaltungen: Hessens Innenminister Roman Poseck (vierter von links) hat einen Bescheid über 100.000 Euro an die Bürgermeister Marcus Weber, Stefan Knoche, an die Bürgermeisterin Anke Hofmann sowie Daniel Iliev (rechts) übergeben. Auch Landrat Torsten Warnecke und die Landtagsabgeordnete Tanja Hartdegen begrüßen die interkommunale Zusammenarbeit.
Innenminister Roman Poseck hat Bad Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann am Montag (09.02.2026) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 100.000 Euro aus dem Sofortprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“ überreicht. Auch die Bürgermeister der weiteren an der Kooperation beteiligten Kommunen, Stefan Knoche (Bebra), Daniel Iliev (Heringen/Werra) und Marcus Weber (Rotenburg an der Fulda) nahmen an der Bescheidübergabe teil. Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Beschaffung, Vorhaltung und Nutzung zertifizierter Zufahrtssperren für Sicherheitsmaßnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen.
Innenminister Roman Poseck würdigte bei der Übergabe ausdrücklich den Zusammenschluss der vier Kommunen und betonte: „Öffentliche Veranstaltungen, Feste und Märkte sind ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Sie stiften Identität, fördern den Zusammenhalt und sind zugleich wichtige Anziehungspunkte für Besucher. Ziel der Landesregierung ist es daher, den Kommunen die Durchführung solcher Veranstaltungen auch unter veränderten Sicherheitsbedingungen zu ermöglichen. Dafür haben wir im April 2025 das Sofortprogramm ,Sicherheit bei Veranstaltungen‘ aufgelegt, um Kommunen gezielt zu unterstützen.
Der Zusammenschluss der vier Kommunen Bad Hersfeld, Rotenburg an der Fulda, Bebra und Heringen schafft Synergieeffekte für die Sicherheitsmaßnahmen bei Festen und Veranstaltungen. Damit nicht jede Kommune die Absperreinrichtungen eigenständig anschaffen, lagern, warten, bewirtschaften sowie verwalten und die Aufgaben, wie den Transport, Auf- und Abbau der Einrichtungen stemmen muss, haben die vier Kommunen vereinbart, sich hierbei zu unterstützen. Durch die interkommunale Kooperation werden jährliche Einsparungen an Personal- und Sachkosten in Höhe von rund 45.000 Euro erzielt. Dies entspricht einer Einsparquote von 57,6 Prozent im Vergleich zu einer jeweils eigenständigen Wahrnehmung der Aufgabe durch die einzelnen Kommunen ohne Zusammenarbeit.
Die vier Kommunen schaffen dank der Kooperation mehr Sicherheit bei ihren eigenen Veranstaltungen und leisten damit auch einen Beitrag für die gesamte Region. Genau solche interkommunalen Lösungen wollen wir als Landesregierung fördern und unterstützen.
Es freut mich, dass bisher 39 hessische Kommunen von der Förderung profitieren. Insgesamt wurden seit dem Start des Sofortprogramms bereits elf Zusammenschlüsse hessischer Kommunen mit nunmehr 925.000 Euro von der Landesregierung gefördert. Weitere Kommunen haben ihr Interesse bekundet, sodass es auch in diesem Jahr viele Kooperationen im Sinne der Sicherheit geben wird.“
Bei der Bescheidübergabe am Bad Hersfelder Marktplatz, Schauplatz des Lullusfestes, bedankten sich die vier Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landrat Torsten Warnecke für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Hessischen Innenministerium. Sie alle wissen um die Bedeutung dieser finanziellen Unterstützung, die für die Organisation von städtischen Festen unverzichtbar ist.
Bad Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann sagte: „Nur wenn wir die Sicherheit auf unseren Festen so gut wie möglich gewährleisten können, können die Menschen in unserer Region gemeinsam ausgelassen feiern. Wenn wir das nicht mehr hätten, würde ein wichtiger Teil unseres gesellschaftlichen und kulturellen Lebens verschwinden.“
Dem stimmte auch Rotenburgs Bürgermeister Marcus Weber zu und ergänzte: „Mit unseren Festen und Veranstaltungen stärken wir nicht nur die Gemeinschaft vor Ort, sondern auch unsere Demokratie. Denn diese lebt von Teilhabe und Gemeinschaft.“
Daniel Iliev, Bürgermeister der Stadt Heringen, bedauerte, dass vergangene Geschehnisse das Sofortprogramm zur Anschaffung von Sicherheitseinrichtungen für Veranstaltungen überhaupt notwendig machen. „Wir haben dank dieser interkommunalen Zusammenarbeit eine Win-Win-Win-Win-Situation geschaffen“, sagte Iliev.
Auch der Bürgermeister der Stadt Bebra, Stefan Knoche, der aus der Veranstaltungsbranche kommt, hat in den vergangenen Jahren eine erschreckende Entwicklung bei den Sicherheitsanforderungen an Feste beobachtet. Er zeigte sich dankbar, dass die Bebraer dank des Sofortprogramms auch in Zukunft Kirmessen und Festumzüge unbesorgt besuchen können.
Landrat Torsten Warnecke sagte abschließend: „Unsere Kommunen hier im ländlichen Raum arbeiten in vielen Bereichen zusammen und unterstützen sich jederzeit gerne. Daher bin ich mir sicher, dass auch diese Zusammenarbeit gut funktionieren wird.“
Finanzielle Unterstützung für mehr Sicherheit bei Veranstaltungen
Auch im Jahr 2026 stellt die Landesregierung für das Förderprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“ wieder bis zu 1,5 Millionen Euro für Kommunen bereit. Antragsberechtigt für das Förderprogramm im Sofortprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“ sind Kooperationen hessischer Kommunen. Beschlüsse der Gemeindevertretungen müssen vorliegen. Ein Antrag setzt eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung voraus und eine Darstellung der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Unterstützung. Außerdem müssen Einsparungen von mindestens 15 Prozent pro Jahr (Gegenüberstellung der Kosten der Verbundlösung gegen die Kosten der Aufgabenwahrnehmung durch die einzelne Kommune) dargestellt werden.
Weitere Informationen zur Förderung und zur Beantragung finden sich hier.
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