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19.03.2025
Straßen im Rechberg-Gelände werden ab Anfang April saniert
Lange von Vielen gewünscht – nun wird es endlich wahr: der Kreuzungsbereich der Heinrich-von-Stephan-Straße und der Max-Becker-Straße im Rechberg-Gelände wird mit hohem Aufwand ab dem 1. April grundlegend saniert.
„Mit einem Kostenaufwand von insgesamt rund 315.000 Euro werden Kreisstadt und Abwasserbetrieb die massiven Straßenschäden in diesen beiden wichtigen Straßen innerhalb des Rechberg-Geländes angehen“, so Bürgermeisterin Anke Hofmann. „Die vollkommen zu Recht beklagten massiven Straßenschäden werden durch eine grundhafte Erneuerung und durch ergänzende Reparaturarbeiten spätestens bis Mai behoben sein, wenn alles nach Plan verläuft!“.
In der vergangenen Woche wurde im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Klima das Gesamtverkehrskonzept für das Rechberg-Gelände und dessen weiteren Umfelds aktuell vorgestellt. Die nun umzusetzende Maßnahme fügt sich natürlich genau in dieses Konzept ein und bringt einen erheblichen Mehrwert.
Während die Fahrbahnbreiten wie im Bestand mit Breiten von 6,25 Metern unverändert bleiben, wird bei den 1,75 bis 2,0 Meter breiten Gehwegen dafür Sorge getragen, dass die Kreuzung durch barrierefrei ausgebaute Querungsstellen für gehandicapte Mitbürgerinnen und Mitbürger nun viel besser nutzbar ist. Frank Stutz, technischer Mitarbeiter beim Fachbereich Technische Dienste, und das Göttinger Ingenieurbüro Rinne & Partner sind nach dem an vielen Stellen in Bad Hersfeld mittlerweile erfolgreich umgesetzten, DIN-konformen Konzept vorgegangen. Es gibt taktile Elemente für Sehbehinderte und Blinde sowie abgesenkte Borde für Mobilitätseingeschränkte. Für eine optimale, energieeffiziente Beleuchtung von Fußgängerwegen ist natürlich auch gesorgt.
Gehwege werden wie an anderen Stellen im Stadtgebiet gepflastert und heben sich so besser von den Asphaltflächen ab. Zudem ergeben sie wegen der helleren Farbe des Belags eine verbesserte Ausleuchtung des Verkehrsraums.
Aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Gesamtbreite des Straßenraums gibt es keine Möglichkeit, gesonderte Radwege anzulegen oder Radfahrschutzstreifen zu markieren. Die Stadtverwaltung setzt hier auf Fahrbahnmarkierungen bestehend aus dem bekannten Fahrradpiktogramm und einem Doppelpfeil. Diese sollen wie in anderen Städten die Rücksichtnahme auf den Radverkehr deutlich verbessern und dazu führen, dass zu enges Überholen ausbleibt.
Wegen der hohen Verkehrsbelastung durch Pkw, Lieferfahrzeuge und Schwerlast-Lkw werden die Fahrbahnen zwangsläufig grundhaft erneuert. Der Asphaltbelag wird in drei Lagen verstärkt eingebaut.
Auch der Abwasserbetrieb beteiligt sich an dieser Maßnahme, indem Schachtoberteile erneuert werden. Mit Basaltpflaster eingefasste Schachtdeckel, die sich im Lauf der Nutzung zu größeren Reparaturstellen entwickeln, ist nun ebenfalls Schluss.
Die Stadtwerke Bad Hersfeld GmbH tragen ihren Anteil an der Erneuerung der Straßenflächen bei, indem Abstellschieber im Kreu-zungsbereich komplett erneuert werden.
Im Verlauf der Max-Becker-Straße werden von der Kreisstadt noch weitere Teilflächen mit Straßenschäden instandgesetzt.
Das Zeitfenster für die Umsetzung der Straßenbaumaßnahmen ist äußerst eng bemessen, denn bereits ab Anfang Juni ist wegen der beginnenden Arbeiten für den Ersatzneubau der Hochbrücke am Peterstor mit erheblichen Verkehrsumverlagerungen auf dem Stadtring und der Berliner Straße zu rechnen.
Leider ist es gerade wegen des Zeitdrucks unverzichtbar, im Kreuzungsbereich schnell und effizient arbeiten zu können. Die beauftragte ortsansässige Firma Räuber wird daher unter Vollsperrung im Kreuzungsbereich arbeiten, dies allein schon aus Arbeitssicherheitsgründen. Die Verkehrsbehörde bei der Kreisstadt und der regionale Verkehrsdienst haben dieser Verfahrensweise zugestimmt.
Über den wesentlichen Teil der Bauphase werden beide Zufahrten zu dem großen Supermarkt tegut und den unmittelbar angrenzenden Drogerie- und Bekleidungsgeschäften voll nutzbar sein. Allerdings kommt es dann bei fortschreitenden Arbeiten in der Max-Becker-Straße in Richtung Hainchenweg zu phasenweisen Teilsperrungen der dort einmündenden Zu- und Ausfahrtsbereiche, um die dringenden Instandsetzungsarbeiten ausführen zu können.
In Abhängigkeit von der Erneuerung und Instandsetzung der Heinrich-von-Stephan-Straße in Richtung Berliner Straße ist auch der Zufahrtbereich der nördlich von tegut auf der anderen Straßenseite liegenden Märkte betroffen, wobei hier noch ein zweiter Zu- und Ausfahrtsbereich zur Verfügung steht. Anlieferungsverkehre müssen vom Stadtring aus über die Fuldastraße zum Hainchenweg geführt werden, so die Verkehrsbehörde.
„Bloße Reparaturen wären an dieser Stelle aus technischwirtschaftlicher Sicht nicht mehr vertretbar gewesen! Wir haben diese Maßnahme auf den Punkt hin geplant und freuen uns, wenn die Bauarbeiten fristgerecht abgeschlossen werden – nur eine Instandsetzung während der Bauphase der Hochbrücke wäre nicht machbar gewesen.“, so abschließend Anke Hofmann.
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